Schließung von Sparkassen-Filialen im Landkreis – Schubert kritisiert Rückzug aus der Fläche

LINKE für Ausschüttung der Einsparungen als Strukturhilfe für ländlichen Raum

„Landrat Ludwig als Verwaltungsratsvorsitzender in der Pflicht“

Heute öffnen im Landkreis Ansbach zwölf Sparkassenfilialen zum letzten Mal ihre Pforten. Im Altlandkreis Rothenburg bleiben beispielsweise nach den Schließungen in Geslau und Wörnitz mit Schillingsfürst und Gebsattel lediglich zwei Geschäftsstellen übrig. Bewohner aus manchen Orten müssen künftig bis zu zehn Kilometer Wegstrecke zum nächsten Geldautomat auf sich nehmen.

Janina Schubert, Kreissprecherin der LINKEN, kommentiert: „Der Rückzug der Sparkasse aus der Fläche trifft insbesondere ältere Menschen in vielen Teilen des Landkreises. Hinzu kommt ein mangelhafter öffentlicher Nahverkehr. So werden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in dünn besiedelten Gebieten weiter abgehängt.“

DIE LINKE fordert, die Einsparungen durch die Geschäftsstellenschließungen in jährlicher Millionenhöhe als Strukturhilfe für den ländlichen Raum auszuschütten. Im Blick hat Schubert etwa den Ausbau des ÖPNVs im Kreis, auch in den Abendstunden und am Wochenende. „Landrat Dr. Jürgen Ludwig ist als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse in der Pflicht. Hier kann er beweisen, dass die Stärkung des ländlichen Raums in schönen Sonntagsreden auch konkretes Handeln folgt: Der Landrat muss die Gewinnausschüttung der Sparkasse auf die Tagesordnung setzen.“